Warum die meisten Freiberufler zu wenig verlangen
Wenn Sie 3.000 Euro netto pro Monat möchten, können Sie nicht einfach durch 160 Stunden teilen und 18,75 Euro pro Stunde berechnen. In Wirklichkeit müssen Sie Steuern, Betriebsausgaben, Urlaub, Krankheitstage und nicht-fakturierbare Zeit abdecken. Ein realistischer Stundensatz liegt meist bei 45–55 Euro – mehr als das Doppelte der naiven Berechnung.
Der fakturierbare Anteil ist entscheidend
Realistisch gesehen sind nur 50–70 % Ihrer Arbeitszeit fakturierbar. Der Rest geht für Verwaltung, Akquise, Marketing, Angebote, E-Mails und Weiterbildung drauf. Dies ist der größte Einzelfaktor, den Freiberufler bei der Preisgestaltung vergessen. Unser Rechner berücksichtigt dies automatisch.
Steuern kosten mehr als gedacht
Die Steuersätze variieren erheblich je nach Land. In Finnland liegt die Gesamtsteuerbelastung eines Freiberuflers typischerweise bei 25–35 %, in Deutschland bei bis zu 30–42 %, während sie in Spanien und Estland nur 15–20 % betragen kann. Denken Sie daran, dass Steuern Einkommensteuer, Sozialabgaben und mögliche Rentenversicherungsbeiträge umfassen.
Wann Sie Ihren Stundensatz erhöhen sollten
Erhöhen Sie Ihren Satz jährlich mindestens um die Inflationsrate (2–3 %). Mit wachsender Erfahrung, Spezialisierung und steigender Nachfrage sollte die Erhöhung größer ausfallen. Ein erfahrener Freiberufler sollte nicht dasselbe berechnen wie ein Anfänger.
Nächste Schritte
Planen Sie den Schritt in die Selbständigkeit? Schauen Sie sich unseren Gründungskostenrechner an und vergleichen Sie die beste Buchhaltungssoftware für Unternehmer.